Blutbuch

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Kim de l’Horizon fordert uns mit einer spannenden, neuen Art der Familienerzählung heraus.

Artikelnummer: 978-3-8321-8208-3 Kategorien: , Schlagwörter: , , , ,

Beschreibung

In Kim de l’Horizons Roman lernen wir einen nonbinären, sich also weder als Mann, noch als Frau identifizierenden Menschen kennen, der in seinem Leben angekommen zu sein scheint. Den engen Strukturen seines Heimatortes ist er entkommen und lebt nun im Einklang mit sich selbst und seiner Umwelt in Zürich. Erst als die Großmutter an Demenz erkrankt, beginnt die Erzählfigur, sich bewusst mit der Vergangenheit ihrer Familie auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die weibliche Blutlinie der Großmütter und Mütter, über die nie wirklich gesprochen wurde. Wieso kann sich die Großmutter kaum von ihrer früh verstorbenen Schwester abgrenzen? Was geschah mit der Großtante, die als junge Frau verschwand? Auch die Erzählfigur wird sich nach und nach ihrer nur bruchstückhaften Erinnerungen an die eigene Kindheit bewusst und beginnt gegen die Schweigekultur in der Familie anzukämpfen. Dabei hinterfragt sie erneut Geschlechter, Traumata und Klassenzugehörigkeiten.

Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung.

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2022.

Nominiert für den Schweizer Buchpreis 2022.