Macht euch bereit für die dunklen Seiten der Stadt und fürchtet ihre Ganovinnen und Ganoven! Die für den Wiener Krimipreis nominierten Bücher stehen fest. Welches Werk ausgezeichnet wird, entscheidet sich bei der Kriminacht am 22. Oktober. Genug Zeit, um noch das eine oder andere Verbrechen aufzuklären.
Wer sich jetzt denkt „Wiener Krimipreis? Schon wieder ein neuer Buchpreis?“, dem sei gesagt, nein, nur der Name ist neu. Bisher wurde der Preis als „Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur“ vergeben, in Gedenken an Leo Perutz, den Begründer des Phantastischen Kriminalromans“. Die Auszeichnung wurde zwar umgetauft, aber die Intentionen haben sich nicht verändert. Der Wiener Krimipreis möchte literarisch hochwertige Kriminalgeschichten mit Wien-Bezug auszeichnen.
Die fünf nominierten Bücher garantieren schon mal, dass dieses Ziel erreicht werden wird. Wer tatsächlich mit dem Preis in der Tasche nach Hause geht, entscheidet sich im Rahmen der Kriminacht, die am 22. Oktober traditionsreiche Kaffeehäuser in ganz Wien zum Tatort macht. Über 30 Autorinnen und Autoren werden dort kostenlos ihre Werke präsentieren.
Hier in aller Kürze die nominierten Krimis (nur damit ihr sie gleich auf eure Bücherwunschlisten setzen könnt):
In „Miss Vergnügen“ schickt Martina Parker eine sympathisch verhaltensoriginelle Britin auf Mörderjagd in die glitzernde Beauty-Szene. Miss Brooks wurde gerade erst von ihrem untreuen Ehemann in Wien „ausgesetzt“, da stolpert sie schon als Beauty-Beraterin für einen Luxus-Kosmetikkonzern in einen grausigen Mordfall. Eine smarte Geschichte mit viel Lokalkolorit, starken Frauenfiguren und allgemein crazy Charakteren.
Fabian Navarro hat ein Buch zwischen Mystery-Thriller, Wien-Satire und Rezeptesammlung geschaffen. In „Vienna Falling“ tut sich vor dem Stephansdom plötzlich ein Spalt auf und ein deutscher Tourist verschwindet darin. Nachdem die Polizei wenig Interesse an dem Fall zeigt, muss die Frau des Opfers gemeinsam mit einem wenig seriösen Geisterjäger ermitteln. Ab in die Wiener Unterwelt und zu einem Komplott, das Zeit und Raum durcheinanderzubringen droht.
Treffen sich eine Zuckerbäckerin ohne Geruchssinn und ein finnischer Geldfälscher in Wien. Das ist nicht der Anfang eines Witzes, sondern es sind die beiden Protagonist*innen in Stefan Slupetzkys Buch „Nichts wie weg“. Welche Auswirkungen diese schicksalhafte Begegnung haben wird, erfahrt ihr in diesem wieder wunderbaren Slupetzky-Buch.
In die Niederungen der High Society nimmt uns Angelika Hager in ihrer Polly-Adler-Krimikomödie „Pardon, aber da schwimmt eine Leiche in der Schokolade“ mit. Polly hat gerade ihren Job bei einem Societymagazin verloren, als auch noch andere Sachen schiefgehen. Eine Bundeskanzlerin vergnügt sich mit einem Callboy, ein Opernball wird von Anarchisten gestört und eine Influencerin liegt tot in einem Schokobottich. Jetzt ist endgültig Schluss mit der Wiener Zuckerguss-Seligkeit.
Ursula Poznanski hat für ihr Buch „Das Signal“ ein klaustrophobisches Setting gewählt. Viola hatte einen Unfall und ist deshalb ans Haus gefesselt und auf die Hilfe ihres Mannes angewiesen. Seine Hilfsbereitschaft schlägt jedoch bald in Kontrolle um. Oder bildet sich Viola das alles nur ein? Sie beginnt nun ihrerseits, mit modernster Technik ihren Mann zu überwachen. Dabei deckt sie Ungereimtheiten auf, die sie in höchste Gefahr bringen.
Wir wünschen spannende Unterhaltung! Wenn ihr sonst noch Kriminachschub braucht, bestellen wir gern eure Wunschtitel für euch.
- Martina Parker
Miss Vergnügen
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Gmeiner Verlag (zur Verlags-Website) - Fabian Navarro
Vienna Falling
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Leykam Verlag (zur Verlags-Website) - Stefan Slupetzky
Nichts wie weg
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Picus Verlag (zur Verlags-Website) - Angelika Hager
Pardon, aber da schwimmt eine Leiche in der Schokolade
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Carl Ueberreuter Verlag (zur Verlags-Website) - Ursula Poznanski
Das Signal
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Knaur Verlag (zur Verlags-Website)