Freundinnen und Freunde gepflegter Grusel-Literatur aufgepasst: Der Oktober steht ganz im Zeichen von Geistern, Hexen, Vampiren, Werwölfen und Monstern. Wir haben für Sie teuflisch gute Klassiker des Unheimlichen und gänsehautfördernde Spukliteratur aus allen Epochen zusammengestellt. Dabei geht es manchmal auch ziemlich lustig zu.

Zum Beispiel, wenn eine Familie in ihrer Traumvilla am Rhein von einem 400-jährigen schwedischen Hausgeist heimgesucht wird, der die Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts zu nutzen weiß, indem er übers Internet auf Elternkosten teure Fernseher bestellt und schnell mal den Weinkeller leer säuft. Eine echte Bereicherung für jede Familie, die uns der Autor Claus Vaske mit „Gustaf. Alter Schwede“ vorstellt. Als Drehbuchschreiber für „Die Harald Schmidt Show“ und „Kalkofes Mattscheibe“ hat er sein komisches Talent bereits bewiesen.

Apropos Geister: Christine Wunnicke nimmt uns in „Katie“ mit ins nebelige London des Jahres 1870, wo Séancen gerade der angesagte Freizeitspaß sind. Florence Cook ist der Star der Branche, ihre Verkörperung von Katie, einer 200-jährigen Piratentochter, die unruhig als Geist umherirrt ist Kult. Ihr Erfolg ruft natürlich auch Skeptiker auf den Plan, Sir William Crookes schickt sich an Florence (und Katie) ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Eine wunderbar übersinnliche Geschichte, die auch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2017 stand.

Wer sich Geistern wissenschaftlich annähern möchte, dem können wir Roger Clarkes „Naturgeschichte der Gespenster“ ans Herz legen, die in der Reihe „Naturkunden“ im Verlag Matthes & Seitz erschienen ist. Wie gewohnt aufwendig gestaltet, führt uns der Band anhand unterschiedlicher Erscheinungen durch die Welt des Unheimlichen. Dafür müssen wir übrigens nicht in die Ferne schweifen: Gabriele Hasmann erzählt im Buch „Spuk in Wien“ über mysteriöse Orte und Begegnungen in der Bundeshauptstadt. Schaurig-schöne Geschichten aus der Wissenschaft verspricht auch „Wie bastel ich mir einen Zombie“. Darin werden Mittel und Wege beleuchtet, Körper und Geist unserer Mitmenschen zu beeinflussen und zu kontrollieren.

Wunderbare Neuübersetzungen gibt es von den Klassikern „Dracula“ von Bram Stoker und von Edgar Allan Poes „Unheimliche Geschichten“. Beide stammen von Andreas Nohl, dessen lebhafte und mitreißende Übersetzungen schon mehrfach ausgezeichnet wurden. Die Geschichte von „Doktor Jekyll & Mister Hyde“ können wir Ihnen in einer liebevoll illustrierten Ausgabe aus dem Bohem Verlag anbieten.

Eine literarische Perle, erstmals ins Deutsche übersetzt, ist „Grabgeflüster“ des Iren Mairtin ó Cadhain. Im gälischsprachigen Irland gilt es als das Buch der Bücher, sein Autor wird mit James Joyce gleichgesetzt. Alle Protagonisten der Geschichte sind tot, geändert hat sich aber dadurch nicht viel in ihrem Leben: Es wird weiter gejammert, gelästert und intrigiert, nur eben unter der Erde. Ein sprachliches Feuerwerk, ein Kultroman.

Auch für die Junggruslerinnen und -grusler haben wir etwas dabei: „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler hat auch nach 60 Jahren noch kein Körnchen Staub angesetzt.

Entdecken Sie diese und weitere unheimliche Werke bei uns. Viel Spaß beim Gruseln!