Jedes Jahr im Oktober wird der Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur vergeben. Bereits jetzt steht die Shortlist mit den fünf für diesen Preis nominierten Büchern fest. Für Gänsehautmomente schon im Hochsommer ist damit also gesorgt.
Der Leo-Perutz-Preis wird heuer bereits zum 16. Mal vergeben. Ausgerichtet wird er von der Stadt Wien Kultur und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Leo Perutz war literarischer Vorreiter auf dem Gebiet des phantastischen Realismus. Seine Bücher sind durchwegs auch mit Krimielementen angereichert, was eine innovative Mischung an magischer Spannungsliteratur hervorgebracht hat. Dem Namensgeber verpflichtet, können wir uns bei der Nominiertenliste über Krimis mit literarischem Anspruch freuen, die in der Regel auch Wien-Bezug aufweisen.
Fünf Bücher sind für den Preis nominiert. Wir haben spontan mal drei herausgegriffen, die wir gern kurz vorstellen möchten.
Gudrun Lerchbaum ist dabei mit ihrem Buch „Niemand hat es kommen sehen“. Darin verschwindet Maria und taucht erst nach einem Jahr plötzlich wieder auf. Das allein wäre schon eine Sensationsmeldung in den Krawallmedien. Noch dazu behauptet sie auch noch, sich an nichts mehr erinnern zu können – nicht wo sie die Zwischenzeit verbracht hat und auch nicht an die Umstände, die zu ihrem Verschwinden geführt haben. Verdächtig scheint, dass kurz vor Marias Abgang ihre pflegebedürftige Mutter gestorben ist. Da wird Maria doch wohl nicht nachgeholfen haben? Maria schweigt, dafür haben ihr Umfeld und die Medien umso mehr zu sagen. Das Image als Muttermörderin und Hure ist bald zusammengezimmert. Doch da treten Marias Schulfreundin Rafaela und der junge Journalist Lando auf den Plan, um zu klären, was wirklich passiert ist. Eine spannende Geschichte rund um privaten Pflegenotstand, prekäre Arbeitsbedingungen und gewaltvolle Beziehungen.
„Teufels Tanz“ von Ursula Poznanski ist bereits der dritte Teil der Krimireihe rund um die Wiener Mordgruppe. Die junge Ermittlerin Fina Plank bekommt es diesmal mit einer Mordserie an 80-jährigen Männern zu tun. Obwohl der Täter rasch ausgeforscht scheint – ein Zuhälter von einem der letzten Straßenstriche Wiens – geht das Sterben weiter. Fina Plank ist überzeugt, dass die Männer mehr gemeinsam hatten, als ihr Alter. Aber leider schweigt der bisher gesprächigste Zeuge plötzlich an entscheidender Stelle. Weil er um sein Leben fürchtet? Und wie geht es mit dem „Kuckuck“ weiter, der seine eigenen Morde bislang so gekonnt zwischen Morden anderer Täter versteckt hat? Spannung pur!
Am Start ist außerdem Thomas Raab mit „Der Metzger gräbt um“, was hervorragend auf unseren Natur- und Gartentisch passt. Willibald Adrian Metzger hat es in eine Kleingartensiedlung verschlagen. Seine frisch angetraute Danjela dachte, dass das genau das richtige wäre, nachdem des Metzgers Existenz buchstäblich in Schutt und Asche gelegt wurde. Aber keine Angst, es wird nicht zu idyllisch! Dauert gar nicht lang, bis die Witwe Wiskozil (allein schon der Name!) tot im Whirlpool liegt. So muss der Metzger auf dem ihm unbekannten Terrain „Kleingarten“ ermitteln. Ob das gutgeht?
Außerdem für den Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2025 nominiert sind Petra Hartlieb mit „Freunderlwirtschaft“ und Annemarie Mitterhofer mit „Wiener Enzianmord“. Natürlich könnt ihr auch diese beiden Bücher gern bei uns bestellen.
Die Preisverleihung findet übrigens im Rahmen der Kriminacht in den Wiener Kaffeehäusern am 23. Oktober 2025 statt. Die Autorinnen und Autoren werden dabei auch aus ihren Büchern lesen. Wenn ihr Glück habt, findet die Lesung aus dem Siegerbuch ja gerade in eurem Lieblings-Kaffeehaus statt!
- Gudrun Lerchbaum
Niemand hat es kommen sehen
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Haymon Verlag (zur Verlags-Website) - Ursula Poznanski
Teufels Tanz
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Knaur Verlag (zur Verlags-Website) - Thomas Raab
Der Metzger gräbt um
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Haymon Verlag (zur Verlags-Website) - Petra Hartlieb
Freunderlwirtschaft
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Dumont Verlag (zur Verlags-Website) - Annemarie Mitterhofer
Wiener Enzianmord
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Gmeiner Verlag (zur Verlags-Website)