Von 25. bis 29. Juni finden im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten die Tage der deutschsprachigen Literatur statt. 14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich lesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis 2025.
Die Veranstaltung findet heuer zum 49. Mal statt. Die Jurymitglieder haben eine bunte Autor*innenmischung zusammengestellt, an deren sicher vielfältigen Texten wir uns erfreuen werden können. Mindestens genauso spannend gestalten sich hoffentlich auch wieder die Jurydiskussionen im Anschluss an die Lesungen.
Die „Klagenfurter Rede zur Literatur“ zur Eröffnung der Veranstaltung am Mittwoch, 25. Juni, wird Nava Ebrahimi, die Preisträgerin von 2021 halten. Die Rede trägt den Titel „Drei Tage im Mai“. Nach Auslosung der Lesereihenfolge finden von Donnerstag bis Samstag die Lesungen und Jurydiskussionen statt. Die Preisverleihungen gehen dann am 29. Juni über die Bühne. Neben dem Ingeborg-Bachmann-Preis werden noch vier weitere Preise sowie ein neues Stipendium am Ossiacher See vergeben.
Wir freuen uns schon auf den Wettbewerb und sind neugierig auf die Texte. Um die Wartezeit zu verkürzen, empfehlen wir folgende Bücher von drei der heurigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
Liebe, Lust und Transness – wie fühlt sich das an, wenn dir die grässlichen Symptome von Long Covid dabei immer wieder in die Quere kommen? Kay Matter analysiert in seinem Prosadebüt „Muskeln aus Plastik“, wie die Gesellschaft Gesundheit und Krankheit kategorisiert, über chronische Krankheiten nachdenkt und spricht. Schwer zu beschreiben das Buch – schaut am besten selbst rein bei uns im Geschäft. „Muskeln aus Plastik“ wird euch sofort in seinen Bann ziehen.
In „Proben“ von Tara C. Meister testen zwei Freundinnen die Realitätstauglichkeit einer Utopie. Caro ist Naturwissenschaftlerin und hat ihr Leben scheinbar immer perfekt im Griff. Als ihre enge Freundin Johanna ungewollt schwanger wird, trifft Caro eine verrückte Entscheidung. Sie bietet Johanna an, Verantwortung zu übernehmen und das Kind gemeinsam großzuziehen. Spannend zu lesen, ob die beiden Frauen und ihr Umfeld bereit sind für diesen Gegenentwurf zum traditionellen Familienbild.
„Daily Soap“ heißt das Buch von Nora Osagiobare, denn die Protagonistin Toni entspannt am liebsten auf der Couch beim Schauen ihrer Lieblings-Soap. Ist auch dringend nötig, denn ihre Tage sind geprägt von den Launen ihrer Familie, Verschwörungstheorien und alltäglichem Rassismus. Als sich die Wege ihrer Familie mit denen des Familienunternehmens Banal & Bodeca kreuzen, heißt es für Toni runter von der Couch und rein ins Leben. Oder eher rein in eine Reality-Soap? Denn Banal & Bodeca möchte eine Reality-Show mit Schwarzen Darstellern produzieren, um aus einem Shitstorm rauszukommen, der dem Unternehmen Rassismus vorwirft. Ungeahnte Verwicklungen sind die Folge. Das Leben als Seifenoper, großartig!
Und nicht vergessen, am 25. Juni 2025 starten die Tage der deutschsprachigen Literatur. Im Fernsehen, Radio, Live-Stream und den Printmedien!
- Kay Matter
Muskeln aus Plastik
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Hanser Berlin Verlag (zur Verlags-Website) - Tara C. Meister
Proben
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Residenz Verlag (zur Verlags-Website) - Nora Osagiobare
Daily Soap
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Kein & Aber Verlag (zur Verlags-Website)