Die Nominierten für den Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2019 stehen fest. In diesem Jahr sind vier Autorinnen und ein Autor auf der Shortlist. Die Preisverleihung wird am 5. November stattfinden. Genug Zeit also, um noch einen, mehrere oder sogar alle Titel der Finalistinnen zu lesen.

Was alle Bücher in diesem Reigen gemeinsam haben, ist literarischer Anspruch als Hommage an den bekannten namensgebenden Autor Leo Perutz und Wien-Bezug. Ein innovativer Charakter in den Erzählstilen, Handlungen und Personen ist ebenfalls bemerkbar und erwünscht. So hat Leo Perutz seine spannenden Geschichten auch häufig mit phantastischen Elementen angereichert.

Alex Beer ist mit „Der dunkle Bote“ für den Preis nominiert. Das ist der dritte Teil ihrer Reihe um den Kriminalinspektor August Emmerich, der in Wien nach dem 1. Weltkrieg ermittelt. Die Geschichte spielt im Winter 1920, die Menschen leiden an Kälte und Hunger. Mitten in diesem Elend treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der seine Opfer grausig in Szene setzt. Auch die Suche nach Emmerichs Lebensgefährtin geht weiter, deren zurückgekehrter Ehemann sich als gefährlicher Gegner entpuppt. Eventuell der beste Teil der August-Emmerich-Serie? Wir werden sehen…

In Melanie Raabes Buch „Der Schatten“ übersiedelt eine junge Journalistin von Berlin nach Wien, um ein neues Kapitel ihres Lebens aufzuschlagen. Sie wird jedoch recht bald von einem schrecklichen Ereignis in ihrer Vergangenheit eingeholt, nachdem eine Bettlerin ihr eine mysteriöse Prophezeiung übermittelt hat: Norah wird einen Mann töten. Aus freien Stücken. Aber hat Norah tatsächlich einen Grund das zu tun oder kann es auch Gerechtigkeit geben, ohne dass Norah zur Mörderin wird? Melanie Raabe wieder in Höchstform.

Schließlich ist auch Markus Cheng wieder zurück. Und Heinrich Steinfest hat es mit dem fünften Teil seiner Krimiserie um den einarmigen Detektiv chinesischer Herkunft gleich unter die Nominierten für den Leo-Perutz-Preis 2019 geschafft. „Der schlaflose Cheng“ kommt ordentlich herum: Zuerst Mallorca, dann London, dann Island, quasi ein richtiges „Sommer-Reisebuch“. Wieder ein unvergleichliches Stück Krimiliteratur. Für Fans und alle, die es noch werden wollen!

Der Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur wird jährlich von der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels mit Unterstützung durch die Bestattung Wien vergeben. Eine grandiose Kombination!

Gerne bestellen wir auch die Bücher der anderen Nominierten für Sie: