Na so ganz klar ist das alles noch nicht: Sollen wir jetzt reisen können dürfen oder müssen wir das eher noch nicht wollen können? Wie immer Ihr es damit halten wollt: Das Deutsche Historische Museum in Berlin zeigt noch bis zum 18. Oktober eine sehenswerte Ausstellung über die großartige Philosophin Hannah Arendt.

Unter dem Titel „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ eröffnet das Deutsche Historische Museum Berlin durch die Augen Hannah Arendts einen subjektiven Blick auf die einschneidenden Geschehnisse des 20 Jahrhunderts. Zu denen hat sich Arendt ausgiebig und kritisch geäußert, seien es Totalitarismus, Antisemitismus, die Lage von Flüchtlingen, der Eichmann-Prozess nach dem 2. Weltkrieg, Politik und Rassentrennung in den USA, Studentenproteste oder Feminismus. In ihren Ausführungen dazu prägte sie Begriffe, die auch heute noch kontrovers diskutiert werden, wie zum Beispiel „die totale Herrschaft“ oder „die Banalität des Bösen“.

„Keiner hat das Recht zu gehorchen.“

Hannah Arendt

Ein zentrales Anliegen Hannah Arendts war die Ausbildung der Urteilskraft: Jede/r kann und sollte sich zu gesellschaftlichen und politischen Fragen ein eigenes Urteil bilden. Gefragt ist ein kritischer Zeitgeist. Diese Ansicht ist sicher ein Grund dafür, dass Hannah Arendts Thesen auch heute – in Zeiten von stetigem, immer rascherem Wandel – nichts an Aktualität eingebüßt haben.

Für alle, auf deren Programm in nächster Zeit keine Reise nach Berlin steht, haben wir uns etwas einfallen lassen: Wir holen nämlich die Ausstellung, Hannah Arendt und Berlin in unser Geschäft nach Wien! Zumindest virtuell und in Buchform, aber trotzdem sehr beeindruckend!

Zuerst einmal möchten wir auf das hervorragende virtuelle Begleitprogramm zur Ausstellung hinweisen, das über die Website des Deutschen Historischen Museums Berlin abrufbar ist. Die Bildgalerie schafft einen Überblick über die Gegebenheiten vor Ort. Hörcollagen lassen die Hörerinnen und Hörer an Arendts Urteilen und Kontroversen teilhaben. Eine eigens von rbbKultur gestaltete Web-Dokumentation zeigt uns Hannah Arendt als „Genie der Freundschaft“. Sie enthält eine Vielzahl von original Ton- und Filmaufnahmen von und mit der Philosophin.

Wir haben das Buch zur Ausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ ins Sortiment aufgenommen. Darin finden sich zahlreiche Essays, die Arendts politisch-historische Urteile und die Reaktionen darauf aus heutiger Sicht thematisieren. Daneben haben wir noch einige weitere Werke von oder über Hannah Arendt ausgewählt, die ein lebendiges Bild der großen Denkerin zeichnen. Die Cover sind auf dem Foto am Anfang dieses Beitrags zu sehen. Titel, Inhalte und Bestellmöglichkeiten in unserem Webshop folgen im Anschluss an diesen Text.

Der druckfrische „Street Art Guide Berlin“ rundet unsere virtuelle Berlin-Tour ab: Alle, die sich nach dem virtuellen Ausstellungsrundgang entspannen möchten, bekommen damit auch von zu Hause einen perfekten Überblick über Berlins bunte Seiten! Oder Ihr möchtet Freunde und Familie in Berlin damit überraschen? Greift zu!

Dorlis Blume, Monika Boll
und Raphael Gross (Hrsg.)
Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert
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Piper Verlag (zur Verlags-Website)

Ken Krimstein
Die drei Leben der Hannah Arendt
Graphic Novel
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dtv Verlag (zur Verlags-Website)

Maike Weißpflug
Hannah Arendt. Die Kunst, politisch zu denken
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Matthes & Seitz Verlag (zur Verlags-Website)

Judith N. Shklar
Über Hannah Arendt
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Matthes & Seitz Verlag (zur Verlags-Website)

Marie Luise Knott und Ursula Ludz (Hrsg.)
Hannah Arendt – Wir Juden
Schriften 1932 bis 1966

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Piper Verlag (zur Verlags-Website)

Hannah Arendt
Die Freiheit, frei zu sein
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dtv Verlag (zur Verlags-Website)

Hannah Arendt
Wir Flüchtlinge
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Reclam Verlag (zur Verlags-Website)

Thomas Grötschnig
Street Art Guide Berlin
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