Mit ihrem Buch „Vanitas-Grau wie Asche“ hat Ursula Poznanski den Leo-Perutz-Preis 2020 gewonnen. Hochspannung auf dem Wiener Zentralfriedhof ist damit garantiert.

Der Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur wird jedes Jahr an Autorinnen und Autoren vergeben, deren Krimis literarischen Ansprüchen gerecht werden. Außerdem muss in den für den Preis nominierten Büchern Wien als Kulisse eine tragende Rolle spielen. 2020 wurde Ursula Poznanski mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet.

„Vanitas-Grau wie Asche“ ist, nach „Vanitas-Schwarz wie Erde“, bereits der zweite Teil einer Reihe um Carolin Bauer, eine Blumenhändlerin mit dunkler Vergangenheit. Diesmal geht es am Wiener Zentralfriedhof rund. Dort werden des Nachts Gräber geöffnet, Leichen geschändet und schließlich auch Mordopfer aufgefunden. Carolin Bauer wird wieder mal ihre Neugier zum Verhängnis und sie gerät schnell in den Mittelpunkt des (nicht nur) polizeilichen Interesses.

Ursula Poznanskis Schreibstil entwickelt von Seite Eins an eine starke Sogwirkung. Die Geschichte mit ihren unterschiedlichen Handlungssträngen ist äußerst spannend. In Rückblenden erfahren wir mehr aus Carolins gefährlichem Vorleben. Carolin Bauer ist generell eine interessante Protagonistin, weil sich Ursula Poznanski nicht scheut, ihr eine ambivalente Persönlichkeit zu geben: Ist Carolin paranoid, eine Getriebene, ein Opfer der Umstände oder mutige, selbstbestimmte Ermittlerin nicht nur in eigener Sache?

Wir sind jedenfalls schon neugierig, wie sich die Blumenhändlerin weiterentwickelt und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen. Vielleicht dann in Frankfurt?

Ursula Poznanski
Vanitas-Grau wie Asche
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Vanitas-Schwarz wie Erde
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Verlag Droemer Knaur (zur Verlags-Website)