Die Stiftung Buchkunst zeichnet Benjamin Courtaults farbenprächtiges Buch „Plötzlich Funkstille“ mit einem Ehrendiplom als eines der „Schönsten Bücher aus aller Welt 2017“ aus.

„Plötzlich Funkstille“ handelt von einem namenlosen Techniker eines Elektrokonzerns, der seine Tage mit monotonen Fehlerbehebungen verbringt. Die Nächte schlägt er sich im Internet um die Ohren. Seine Internetbekanntschaft Marie prophezeit ihm radikale Veränderungen in seinem Leben. Als er sich aufgrund eines Netzausfalls auf einen Trip quer durch das Land machen muss, bleibt tatsächlich kein Stein mehr auf dem anderen.

Eine siebenköpfige Fachjury hat Courtaults Werk mit einem Ehrendiplom beim diesjährigen internationalen Buchgestaltungswettbewerb „Schönste Bücher aus aller Welt“ ausgezeichnet, der seit 1963 in Leipzig stattfindet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung der eingereichten Bücher.

Courtault arbeitet in seinem Buch mit echten Sonderfarben, die er in wechselnden Dreierkombinationen anordnet. Alle Farben sind gleichberechtigt, nebeneinander- und übereinanderliegend entsteht ein beinahe psychedelischer Camouflageeffekt. Große flächige Formen sind mit kleinteiligen Strukturen verwoben. In den Augen entsteht ein neonfarbiges Flirren, ganz im Einklang mit der berauschenden (oder berauschten?) Reise des Protagonisten.

Benjamin Courtault
Plötzlich Funkstille
Verlag Kunstanstifter