Alex Beer hat für ihren spannenden historischen Krimi „Der zweite Reiter“ am 13. September den Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur erhalten.

Der von der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Hauptverband des österreichischen Buchhandels gestiftete Leo-Perutz-Preis wurde 2017 bereits zum 8. Mal vergeben. Erstmals konnte die Bestattung Wien als Sponsor gewonnen werden, was zu dem in der Regel leichenreichen Krimigenre besonders gut passt. Die Preisverleihung fand in feierlichem Rahmen in der Wienbibliothek im Rathaus statt.

Die Gäste erfreuten sich an den Statements der äußerst gut gelaunten Jurymitglieder und den informativen Interviews mit den fünf Nominierten. Alle Autorinnen und Autoren trugen schließlich noch kurze Leseproben aus ihren Werken vor, bevor Andreas Gruber, der Vorjahressieger, die diesjährige Gewinnerin bekannt gab.

Das Buch, das die Jury in diesem Jahr überzeugt hat, ist „Der zweite Reiter“, Auftakt einer Serie um den Polizeiagenten August Emmerich. Der zweite Band, „Die rote Frau“, ist für Sommer 2018 geplant. Die in Bregenz geborene Autorin Alex Beer hat die Handlung im Wien des Jahres 1919 angesiedelt. Als studierter Archäologin gelingt es ihr, Daten und Fakten des Lebens knapp nach Ende des 1. Weltkriegs geschickt in eine spannende Krimihandlung einzubetten.

In der Jurybegründung heißt es unter anderem:

„Was Alex Beer erzählt, betrifft auch die heutige Zeit, aber wie sie erzählt, lässt die ferne Vergangenheit lebendig werden: ein Kunststück der Stimmungsmalerei, das Wien in einem düsteren, aber faszinierenden Licht neu erstrahlen lässt. Eine Welt von gestern, in die wir hineingesaugt wurden und die wir nur ungern wieder verlassen haben.“

In diesem Sinn: Begeben Sie sich hinein ins Wien der jungen 1. Republik und mit August Emmerich auf Mörderjagd. Gänsehautmomente garantiert.

Alex Beer
Der zweite Reiter
Limes Verlag